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Der Meistertitel genießt im Handwerk wieder steigende Popularität. Die Zahl der Absolventen der Meisterschulen an Rhein, Ruhr und Wupper stieg im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 5,7 Prozent auf 1.041. Damit erhält das Meisterhandwerk im Regierungsbezirk Düsseldorf den größten Zuwachs seit drei Jahren.

51 Prozent der Jungmeister planen nach einer Umfrage der Kammer, ein eigenes Unternehmen zu gründen, zu übernehmen oder sie haben den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit bereits vollzogen. Sogar 94 Prozent bestätigen im Rückblick ihre Investition in die berufliche Fortbildung zum Meister als „richtig und empfehlenswert“ - ein Spitzenwert in der 35-jährigen Chronik der Jungmeisterumfragen.

Der Zuwachs an Jungmeistern konzentriert sich dabei auf die 42 Gewerke mit Zulassungspflicht. 8,9 Prozent mehr Handwerker als ein Jahr zuvor haben die Meisterprüfung abgelegt. Vor allem in zwei Branchen suchten junge Handwerker den Berufsaufstieg: in der Gruppe Elektro/Metall, wo 497 (Vorjahr: 452) Jungmeister nachrückten, und in den handwerklichen Gesundheitsberufen (305; Vorjahr: 304), vor allem im Friseurhandwerk, das alleine 191 erfolgreiche Prüflinge registrierte.

Dagegen hat sich die Zahl der Absolventen in den zulassungsfreien Handwerksberufen glatt halbiert. Nur noch 24 (Vorjahr: 51) Handwerker legten die Fortbildungsprüfung in einer der 53 Branchen ohne förmliche Qualifizierungsvoraussetzung erfolgreich ab. Noch vor vier Jahren hatten immerhin rund 100 Junghandwerker in Branchen wie dem Fliesenleger-, dem Gebäudereinigeroder dem Maßschneiderhandwerk für Führungskräftenachwuchs auf Meisterlevel gesorgt.

Annähernd jeder vierte Meisterabsolvent (23,4 Prozent) ist eine Frau. Auch unter Zuwanderern gewinnt der Meisterabschluss als Berufsziel an Gewicht: die Quote der ausländischen Absolventen stieg auf 7,7 (Vorjahr: 7,5) Prozent. Die JungmeisterInnen waren zum Prüfungszeitpunkt im Schnitt 28 Jahre alt. Erst im stolzen Berufsalter von 60 Jahren packte dagegen der älteste Absolvent, Kraftfahrzeugtechnikermeister Winfried Gellings aus Voerde, den begehrten Meistertitel an.

Quelle: handwerksblatt.de


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