Anlässlich der Vorstellung von "PISA 2006" bezeichnete die stellvertrende DGB- Vorsitzende Ingriod Sehrbrock das bessere Abschneiden deutscher Schüler als "erfreulich", kritisierte aber zugleich, dass der Bildungserfolg im deutschen Schulsystem immer noch stark von der sozialen Herkunft abhänge. "Nach wie vor sind Arbeiterkinder und Kinder aus Migrantenfamilien benachteiligt" betonte Ingrid Sehrbrock und forderte die Kultusministerkonferenz (KMK) auf, die frühe und individuelle Bildung aller Jungen und Mädchen in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen zur Hauptaufgabe zu machen. Mit Blick auf die erfolgreichsten PISA- Länder falle auf, dass gerade solche Schulsysteme die besten seien, in denen leistungsstärkere und leistungsschwächere möglichst lange gemeinsam unterrichtet werden. "Gemeinsames Lernen heißt für uns, dass Schüler weder in eine andere Schulform abgeschoben noch um eine Klassenstufe zurückgesetzt werden." Vielmehr sei der "produktive Umgang mit der Verschiedenheit der Kinder und Jugendlichen entscheidend." |
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