Anfang März hat die Vollversammlung des Deutschen Handwerkskammertages einstimmig beschlossen, die Imagekampagne für das deutsche Handwerk nach französischem Vorbild ab 1.1.2010 zu starten. Nach französischem Vorbild heißt, dass diese Imagekampagne rund zehn Jahre Laufzeit hat; in Frankreich hat sich nachweislich das Image des französischen Handwerks verbessert.
Die Beschlüsse müssen, da die Imagekampagne mit hohen Kosten verbunden ist, in den Frühjahres- Vollversammlungen der einzelnen Handwerkskammern bestätigt werden.
Die Arbeitnehmer im Handwerk haben von Beginn an die Diskussion um eine Imagekampagne befürwortet. Immer mit dem Hinweis, dass die Imagekampagne nach innen und nach außen geführt werden muss.
Nach innen ist gemeint, dass 1. die Ausbildung und die Arbeitsplätze im Handwerk attraktiver werden müssen. Es kann nicht sein, dass das statistische Bundesamt in Wiesbaden errechnet, dass das Lohnniveau im Handwerk im Vergleich zur Industrie ein Delta von - 3,5 Euro aufweist.
Es kann nicht sein, dass es in weiten Bereichen im Handwerk keine Tarifverträge mehr gibt. Damit das auch ganz klar ist: ich zähle die Pseudo- Gewerkschaften wie beispielsweise die CGM nicht dazu. Was ist also zu tun, um die Imagekampagne zu einem nachhaltigen Erfolg für das Handwerk zu führen ? - Man kann diese Imagekampagne nur zu einem Erfolg führen, wenn die Beschäftigen im deutschen Handwerk (4,7 Mio.) hinter dieser Kampagne stehen und diese auch nach außen positiv vertreten.
Das heißt also in Konsequenz, dass für diese 4,7 Mio. Beschäftigten die Lohn- Situation verbessert werden muss und das Delta zwischen der Industrie und dem Handwerk mittelfristig geschlossen werden muss. Natürlich werden die Werbefachleute mit ihren Hochglanzprospekten, Plakaten und Werbespots eine gute Arbeit machen, aber wir wissen aus Erfahrung, dass die Mund-zu-Mund Propaganda im Handwerk immer noch die beste Werbung war.
Wir hoffen also im Interesse des deutschen HANDWERKS, dass zufriedene und motivierte Mitarbeiter das Handwerk positiv nach außen vertreten können.
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