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Wege in den Beruf

Ausbildung, Umschulung oder Quereinstieg: Es gibt viele Wege ins Handwerk.

Die duale Ausbildung als Fundament

Die duale Ausbildung ist der klassische Einstieg ins Handwerk. Sie verbindet praktische Arbeit im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Je nach Beruf dauert die Ausbildung zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Während dieser Zeit erhalten Auszubildende eine monatliche Vergütung.

Für die meisten Handwerksberufe genügt ein Hauptschulabschluss als Zugangsvoraussetzung. Manche Betriebe bevorzugen einen Realschulabschluss. Wichtiger als Noten sind oft Motivation und handwerkliches Geschick. In einem Praktikum kannst du vorab testen ob ein Beruf zu dir passt.

Umschulung für Berufswechsler

Eine Umschulung richtet sich an Menschen die bereits einen anderen Beruf erlernt haben. Sie dauert in der Regel zwei Jahre und wird oft von der Arbeitsagentur gefördert. Auch das Jobcenter übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten. Am Ende steht ein vollwertiger Gesellenabschluss.

Besonders gefragt sind Umschulungen in Berufen mit Fachkräftemangel. Dazu gehören Elektroniker, Anlagenmechaniker und viele Bauberufe. Die Handwerkskammern beraten kostenlos zu allen Möglichkeiten. Eine individuelle Beratung hilft bei der Wahl des richtigen Berufs.

Fachkraft arbeitet in einem modernen Warenlager

Quereinstieg ohne klassische Ausbildung

In manchen Handwerksberufen ist auch ein Quereinstieg ohne formale Ausbildung möglich. Betriebe suchen motivierte Menschen mit verwandten Vorkenntnissen. Oft beginnt der Einstieg als Helfer mit begleitender Qualifizierung. Schritt für Schritt lassen sich weitere Abschlüsse nachholen.

Die Arbeitsagentur unterstützt Quereinsteiger mit verschiedenen Förderprogrammen. Dazu zählen Bildungsgutscheine und Eingliederungszuschüsse für Betriebe. Auch Teilqualifizierungen bieten einen strukturierten Weg in den Beruf. Diese modularen Programme lassen sich gut mit dem Alltag vereinbaren.

Förderung und Beratung nutzen

Die Handwerkskammern sind erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Berufseinstieg. Sie vermitteln Ausbildungsplätze und beraten zu Fördermöglichkeiten. Auch das Programm "Passgenaue Besetzung" bringt Betriebe und Bewerber zusammen. Die Beratung ist immer kostenlos und unverbindlich.

Zusätzlich bieten Innungen und Kreishandwerkerschaften regionale Unterstützung. Lehrstellenbörsen im Internet erleichtern die Suche nach dem passenden Betrieb. Der Weg ins Handwerk beginnt mit einem einfachen Anruf oder einer E-Mail. Trau dich und mach den ersten Schritt.